CRISP: Hoffnung bei Erbkrankheiten

Eine neue Methode könnte ein Ende der Erbkrankheiten bedeutet: CRISPR Cas ist eine Art genetische Schere, mit der defekte Genteile ausgeschnitten oder durch gesunde ersetzt werden. CRISP steht für Clustered Regularly Interspaced Short Palindromic Repeats, Cas bezeichnet verschiedene Proteine.

Eine Ribonukleinsäure sucht dabei nach der fehlerhaften Stelle in der DNA, und ist diese gefunden, setzt ein Protein wie eine Schere an, schneidet einmal durch und fügt einen gesunden Teil ein.

Was so einfach klingt ist zwar genial, aber auch in der Praxis noch längst nicht einsatzfähig. In den USA wurde erstmal ein Embryo mit der Methode geheilt. Es ging dabei um eine Erbkrankheit die von den Spermien übertragen wird. Von 58 Embryonen konnten immerhin 42 geheilt werden, das ist aber noch keine Zahl, die von einem großen Erfolg sprechen lässt.

Denn ein Problem ist, dass man nicht genau weiß, warum es bei etwa 30 Prozent nicht funktionierte. Man könne diese zwar im Rahmen einer Präimplatationsdiagnostik aussortieren, allerdings gibt es hier ethische Probleme.

Ethische Gründe bedenken

Die ethischen Gründe scheinen in China weniger zu zählen, dort wird sehr heftig mit CRISPR am Menschen geforscht, allerdings mit weniger guten Erfolgszahlen an den USA. Der Schritt zum Menschenexperiment wurde gemacht, nachdem die Methode in Pflanze und auch Tieren sehr erfolgversprechend galt. Sie ist die einzige Methode, mit der man Erbkrankheiten tatsächlich heilen kann beziehungsweise verhindern kann, dass sie überhaupt auftreten.

Forschungen hatten allerdings auch Hinweise darauf geliefert, dass es durch die verwendete Proteine zu unerwünschten Nebeneffekten kommen kann, Mann will jetzt neue Proteine als das bislang verwendete Cas 9 ausprobieren. Auch weil die Forschung vor allem am Menschen noch in einem frühen Stadium ist, wurden den Entdeckern Jennifer Doudna und Emmanuelle Charpentier wohl bislang noch kein Nobelpreis verliehen, obwohl viele das erwartet hatte.

Wissenschaftler rechnen mit mindesten zehn weiteren Jahren Forschungszeit, bis die Technik so ausgefeilt sein wird, dass sie zum Beispiel auch gegen bereits entstandenen Krebs eingesetzt werde kann.

Add a Comment

Your email address will not be published. Required fields are marked *